DIE LINKEN IM WIDERSPRUCH ZU IHREN AHNEN

001 Die Linken im Widerspruch zu ihren Ahnen (Sep2008).

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001:                   20080930                KATEGORIE: Linke und Islam

DIE LINKEN IM WIDERSPRUCH ZU IHREN AHNEN

Seit der Aufklärung konnten die AgnostikerInnen und AtheistInnen, denen die Linken vorrangig angehören, im Westen meist ein ruhiges Leben führen. Sie wurden nur noch belächelt und als Sonderlinge betrachtet, so etwa wie Vegetarier oder Schmetterlingssammler, niemals mehr aber offen angegriffen. Warum auch, sie vertraten etwas, was ohnehin niemandem mehr wehtat.

Keine religiös berufene Amtspersonen oder Autokraten wurden durch sie gefährdet, weil es keine davon mehr gab. AtheistInnen konnten sich in akademische Zirkel zurückziehen und dort unbehelligt die Schriften der einst wirklich verfolgten Atheisten und Aufklärer in aller Ruhe studieren.

Nun aber tritt mit dem in Europa sich immer mehr etablierenden Islam eine für den Westen im eigenen Land neuartige Religion auf den Plan, die sich sehr wohl noch auf religiös berufene Herrscher, Richter, Rechtsgutachter und Moral – Autoritätspersonen stützt. Atheistisch eingestellte Personen gefährden zwangsläufig deren Positionen und Autorität und werden vom Islam deshalb auch als vorrangige Feinde eingestuft.

Während Monotheisten (als „Dhimmi“ bezeichnet) mit eingeschränktem Rechtsstatus geduldet und staatlicherseits geschützt werden, werden AtheistInnen als „Harbi“ („dem Kriege zugehörig“) bezeichnet. Religionskritiker sind also in Europa heute wieder ihrer körperlichen Unversehrtheit bedroht, sie setzen sich wieder Angriffen auf Leib und Leben aus. Durchgeführt werden solche Angriffe zwar oft nur von wenigen Einzeltätern, wie der Mörder von Theo van Gogh es war, diese neigen aber deswegen eher zur Gewalt, weil sie hinter sich den background der überwiegenden Zustimmung der islamischen Welt spüren.

AtheistInnen werden somit heute wieder das Ziel einer offenen Feindschaft und aus ihrem geschützten Elfenbeinturm herausgezerrt. Zurück zu Start. Vergesst 1789, vergesst die Entmachtung der Kirche 1793 in Frankreich und darauffolgend in ganz Europa, vergesst die Säkularisierungen der aufgeklärten Monarchen, vergesst die heutigen westlichen Verfassungen, die sich ausschließlich auf das Volk und keinerlei unverbesserliches „Gottesrecht“ berufen, und in denen es durch Novellierungen möglich ist, den Menschrechten immer näher zu kommen.

Vergesst auch die 1968-er Revolution der Linken, die alle Hierarchien abschaffen wollte, ohne Tabu wirklich alles in endlosen Diskussionen zerpflückte, die vollste Gleichberechtigung der Frauen forderte, das Maskuline verachtete und für Barbusigkeit und sogar gänzliche natürliche Nacktheit eintrat. All das wäre doch ein wahrer Gräuel für Islam-Funktionäre gewesen, wenn sie damals schon im Westen gewesen wären.

Für diese gibt es nur predigen und verkünden, was sie, um die Linke weiter zu vereinnahmen, als „diskutieren“ bezeichnen. Und die Linken fallen darauf hinein. Nicht mehr für lange Männerhaare und Minirock für Frauen, sondern für Kopftücher und Mantel bis zum Boden setzen sie sich plötzlich ein. Eine wahre Selbstverleugnung. Sogar Marx verleugnen sie, der sagte „Die Kritik der Religion ist Voraussetzung jeder Kritik“, indem sie Kritiker der mohammedanischen Religion mit der Punzierung „Rassisten“ verunglimpfen.

Auch im nunmehr auch ihrem Europa fühlen sich alle !!! – neben den Islamisten in konvergenter Weise  die „moderaten“ und „gemäßigten“ – Mohammedaner noch voll und ganz dem Koran und den Hadithen verpflichtet. Beides vor 1400 Jahren erstellt und seitdem nie zugunsten der im Westen immer mehr erweiterten Menschenrechte verändert. Der Rechtsstaat, auf den alle Demokraten so stolz waren, wird von den Linken verächtlich über Bord gekippt. Seit Hitler war der Rechtsstaat noch nie so in Gefahr, wie er heute durch die Allianz  Linke – europäische Mohammedaner – Antiisrael-Faschisten gekommen ist.

Solche befehlsmäßig vorgetragene Behauptungen der Mohammedaner wie: Frauen sind ausschließlich zum Kinderkriegen da, ein Gott macht die Rechtsgrundlagen, ein Gott macht die Moralvorschriften, ein Gott macht die Gesetze, wertet die europäische Linke ernsthaft als „Diskussionsbeitrag“.

Das Schlachtfeld, auf dem heute AtheistInnen das Christentum bekämpfen, ist eine Spielwiese im Vergleich zum Schlachtfeld in dem sie sich gegenüber dem  Islam befinden. Denn diese Religion kann sich nur in der Weise verwirklichen, indem sie sich möglichst stark in der Welt breit macht. Bei den Christen und Juden wird der Weg zu ihrem jeweiligen Gott auf sehr intime Weise beschritten. Das Gebet dient in diesen Religionen der persönlichen engen Zwiesprache mit ihrem Gott.

 Für Mohammedaner dient das Gebet ausschließlich der Lobpreisung, Bewunderung, Anbetung und Unterwerfung unter ihren Gott. Schon die Körperhaltung beim Gebet – nur auf Knien mit gekrümmtem Rücken- verdeutlicht dies. Der Weg zu ihrem Gott ist nicht intim, er führt nur über eine wenn es leicht geht gewaltlose, erzwungene und wenn es sein muss auch gewalttätige Verbreitung des Islams über die diesseitige Welt.

Wenn diese extreme Weltbezogenheit der islamischen Religion bedacht wird, stellen die islamischen Aussagen: „Mohammed ist das Siegel der Propheten“ und „Islam ist die Vollendung der Religionen“ eine Verdeutlichung eines erschreckenden Rückschritts zum Recht des Stärkeren auf religiöser Ebene dar.

Leider ist die europäische Linke noch zu selbstverliebt, um sich auf ihre Ahnen zu besinnen, wie es die Attische Demokratie, die bäuerliche Demokratie Thomas Münzers von 1525, die Aufklärung und die bürgerlichen Revolutionen vom 18. und 19. Jh., waren. Und so gerät sie in den Widerspruch, mit den einstmals tödlichen Gegnern ihrer Vorläufer, die aber im Islam in selbstverständlicher Weise heute noch bestimmend sind, gemeinsame Sache zu machen.

     arouet8 – against mohammedanism+hitlerism+sheikhism

 

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2 Responses to DIE LINKEN IM WIDERSPRUCH ZU IHREN AHNEN

  1. Guten Morgen Arouet8,

    wiedereinmal ein lesenswerter Beitrag von dir, in dem du die Situation der ‚auf den Hund gekommenen‘ Linken und Altachtundsechziger beschreibst. In unterwürfiger, masochistischer Manier pflegen sie den interreligiösen Dialüg.

    Unter dem Deckmantel der Toleranz, der politisch korrekten Verfassungstreue und des Gutmenschentums treten sie die Erkenntnisse der Aufklärung und die oft blutig erkämpfte Freiheit mit Füssen und tragen eifrig dazu bei, Europa auf der Überholspur zurück ins Mittelalter zu katapultieren.

    Mich bringt es oft zur Verzweiflung, dass viele pseudo-linke (Sozial)pädagoginnen und Politikerinnen es für feministisch halten, für die Unfreiheit ihrer Geschlechtsgenossinnen zu kämpfen. Ihre grenzenlose Toleranz höhlt die Demokratie aus, grenzt individuelle Handlungsspielräume ein und gefährdet Leib und Leben von ReligionskritikerInnen, Frauen in konservativen muslimischen Familien und ApostatInnen. Nicht zuletzt sägen sich diese ‚Gutis‘ den Ast ab, auf dem sie selbst sitzen, denn sollten Macht und Einfluss der Islam-Verbände weiter anwachsen, werden sich die Lebensbedingungen auch für loyale DialügpartnerInnen drastisch verschlechtern. Diese Frauensolidarität macht wirklich stark, Männerbünde und das Patriarchat. Frauen als Steigbügelhalterinnen der Scharia. Wer für alles offen ist, kann wirklich nicht ganz dicht sein.

    Arzu Toker und Alice Schwarzer haben die wahren Motive politisch korrekter Gutmenschen durchschaut. Lesetipp: Ausgabe Jan./Feb. 2006 der EMMA : ‚Das Klima wird kühler für Multi-Kultis. Und die Pfründe weniger‘

    und

    ‚Unheilige Allianz. Wie subventioniertes Gutmenschentum und Fundamentalismus sich bestens arrangieren‘ auf dem Blog schariagegner.

    http://www.emma.de/514.html
    http://schariagegner.wordpress.com/2007/11/09/integrationspoker-von-glucksspielern-und-taktierern/

    In einem Punkt muss ich dir allerdings als Gleichheitsfeministin widersprechen. Das Maskuline haben haben die Linken und Altachtundsechziger nie verachtet. Sie waren wie ihre Väter und Großväter ausgemachte Chauvinisten. Oder gab es damals Autoreklamen, wo sich ein wenig bekleideter Mann auf dem Kühler räkelte? Auf den Titelseiten der Boulevardpresse waren schon immer barbusige Frauen abgebildet, je jünger, je besser.

    Nie sah man dort Fotos von Männern, nicht einmal Bilder von recht bekleideten männlichen Modells mit nacktem Oberkörper. Sicherlich nicht, weil Männer sich leichter verkühlen oder abstoßend hässlich sind. Ich möchte hier nicht der Polygamie das Wort reden will, aber Vielweiberei war ok, aber Vielmännerei?

    Auf viele weitere lesenswerte Beiträge von dir.

    Ümmühan Karagözlü
    http://schariagegner.wordpress.com

  2. Jacques Auvergne sagt:

    Lieber arouet8,

    herzlich gerne sei es dir gestattet, den
    als Antwort auf deinem Kommentar
    ‚DER MAGNETISMUS DES ISLAMS AUF LINKE‘
    entstandenen Beitrag (bei Sägefisch Nummer
    148.) in deinem stets lesenswerten Blog zu veröffentlichen.

    Eine KATEGORIE „Linke und Islam“ anzulegen,
    wie du es getan hast, ist eine ausgezeichnete
    Idee gewesen.

    Möge sich die Linke auf ihre Werte, ihre Aufgabe
    besinnen, denn, das muss man den Sozialdemokraten
    täglich sagen, ‘linke Teheraner Ayatollahs’ sind
    doch wohl zu wenig links.

    Das hast du sehr angemessen gesagt: es gibt
    Schöneres als Islamkritik – doch der
    sprichwörtliche saure Scharia-Apfel kann von
    kundigen und zugleich gewissenhaften Menschen
    nicht zurückgewiesen werden. Der Islam verlangt
    Empörung, Resistenz und aufklärerische Analyse.

    Die islamkritischen Geister müssen aus allen
    Milieus entsprießen, von atheistisch bis
    religiös und von wertkonservativ bis
    sozialdemokratisch, dabei immer wieder auch
    mit säkularen Muslimen oder Ex-Muslimen.

    Es geht darum, dass in hundert Jahren noch
    etwas übrig ist vom säkularen, freiheitlichen
    Europa, jegliches ‘Monopolisieren der
    Islamkritik’ dürfte den Scheichs und sonstigen
    ‘Kalifen’ zuarbeiten, die sind Meister im
    (intriganten) Monopolisieren und in der Kunst
    der destruktiven Nutzbarmachung. Grundlegende
    Werte sind freilich unverhandelbar, einen
    Kompromiss aus Demokratie und Scharia, gewisse
    Eliten in Politik und Klerus kalkulieren mit
    ihm, braucht niemand zuzulassen.

    Noch einmal vielen Dank für die inspirierenden
    Ideen.

    Liebe Grüße und ‘weiter so, arouet8′,
    Jacques Auvergne

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