WIR KLERUS – MÄNNER

006 Wir Klerus-Männer (Mrz2009), 005 Der prophetischste Prophet (Feb2009), 004 Unser Emir Hitler (Jan2009), 003 Geburtstagsverzückung 2071 (Jan2009), 002 Zur Erinnerung an alle vom Islam ermordeten Menschen (Nov2008), 001 Werde Muslimin (Jul2008).

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006                             20090301      Kategorie: LYRIK

WIR  KLERUS – MÄNNER           

               1

Mit Bewunderung und ein bisschen Neid

erkennen wir, wie anerkannt ihr seid,

ihr ehrenvollen Männer unserer Partnerreligion!

               2

Geachtet und gefürchtet sind eure Imame,

niemals angezweifelt ist eure Rechtssprecherei.

So hoch angesehen möchten wir auch wieder sein.

               3

Vielleicht sollten wir uns irgendwie zusammentun,

zunächst einmal nur mit Spiritualität und Dialog.

Da reden wir herum, über was und wie wir wollen.

               4

Es kommt dabei ohnehin niemand so richtig mit,

nicht einmal wir selbst verstehen, was wir sagen.

So können wir auch nie in Streit geraten.

               5

Stärkung der allgemeinen religiösen Wahrheit,

Bekämpfung des Unglaubens und des Frevels.

Das sollen Themen unserer interreligiösen Arbeit sein.

               6

Ihr habt es besser als wir katholischen Kleriker,

denn euer Allah ist ein adulter, autokratischer Gott,

vor dem alle Gläubigen fortwährend erzittern.

               7

Ein Restzittern gelangt stets bis hinunter zu euch,

das muss euch wohl eine immense Lust bereiten.

Doch wir, wir haben nur den ewig pubertierenden Jesus.

               8

Sehr lästig wird uns der seit längerer Zeit.

Was der in seiner Bergpredigt dahergeredet hat,

damit machen wir uns schon mehr als lächerlich.

               9

Bei euch hat er doch ohnehin Prophetenstatus.

Mit seinen gewagten und unausgegorenen Ideen

ist dieser Rang für ihn sicher mehr als gut genug.

              10

Bei unserem künftigen Vereinigungskonzil in Mekka

werden wir Klerus – Männer unserer beider Religionen

feierlich, ehrfürchtig und inbrünstig uns niederknien.

               11

Auf den Teppichen beugen wir uns dann tief hinunter,

so tief, bis zwangsläufig, langsam, sanft und zart

unser aller Männersäcke werden nach oben gezogen.

               12

Somit wird unsere Männervereinigung vollzogen sein.

Da auch an unserem allerhöchsten Gotteswesen

fest dranhängt so ein hochverehrtes kleines Ding,

               13

beweist sich auch zwangsläufig unsere Höherstellung

über die sündvolle weibliche Hälfte der Menschenwesen,

die es verweigerte, dieses göttliche Stück zu besitzen.

                                       *

   

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9 Responses to WIR KLERUS – MÄNNER

  1. Jacques Auvergne sagt:

    Bravo, das musste einmal gesagt sein.
    Geistreich und religionskundig,
    dem Finder dieser islamkritischen Poesie
    macht kein machtgeiler Theokrat etwas vor.

    Geil deutet bereits auf sexuelle Herrschaft,
    und auch darum geht es seit Jahrtausenden,
    wenn auch sehr unterschiedlich: Um die
    Macht der Männer über die Frauen. Der
    unsichtbare Geist-Gott hat den Vorteil,
    nicht (oder vielmehr: Nicht mehr)
    durchschaut zu werden. Holzgeschnitzte
    Macho-Götter sind sozusagen ehrlicher,
    zumal das göttliche Weib nicht selten
    daneben steht.

    Die Lüge mit dem Sündenfall, man muss
    sie ‚rückwärts lesen‘, man muss die
    Beschuldigung gegen Eva in Frage stellen,
    die fortan dem Adam die Führung
    zuerkennt und den Leib und die
    (angeblich unmännliche?!) Sinnenlust
    der Eva mit ‚allem Übel der Welt‘
    zu einem kaum durchdenkbaren Amalgam
    verrührt. Im Vergleich zur Scharia
    (Hadithe) ist der jüdische Mythos
    allerdings noch rührend simpel.

    Islam! Der ausgelöschte Frauenleib unter
    Tschador und niqab (Gesichtsschleier)
    lässt die Gottheit, sie mag so
    unsichtbar sein wie sie will,
    in jener anthropomorphen Weise zu
    der wir (gesunderweise, götterseidank)
    gezwungen sind, nur als maskulin zu.
    Und völlig zu recht ließe sich,
    frei nach Arouet8,
    Allahs ‚bestes Stück‘ als das
    männliche Geschlechtssteil
    benennen. Das sexualmagisch
    herausgeputzt werden muss,
    mit Narben, Tätowierungen
    und Angstbesetzten Riten,
    wie Bruno Bettelheim und
    Sigmund Freud analysierten:

    Männliche Genitalmutilation,
    das absolute Tabuthema, die
    neue Geburt (den Geburtsvorgang
    aus dem Weib überhöhend,
    ‚überflüssig machend‘).

    Ein Ex-Muslim ist erst dann
    Ex-Muslim, wenn er auf die
    Routine-Beschneidung an seinen
    männlichen Kindern und Enkeln
    verzichtet. Auch den säkularen
    Muslimen ist dieses abzuverlangen.
    http://jacquesauvergne.wordpress.com/2007/11/04/010/

    Mein großes Lob für die
    Entdeckung, dass – und: Warum –
    die Kleriker dem sexualpolitischen Kult
    namens Islam zu huldigen begonnen haben.

    Ein wichtiges Gedicht, mögen es viele
    Menschen lesen, gerade auch in den
    beiden Großen Kirchen. Die Weise der
    Islamanbiederung, Islambeschönigung
    überschreitet längst jeden Anstand.

    Kleriker entschuldigen sich in Kirchen
    beispielsweise für die Kämpfe um
    Istanbul 1453 unter denen die
    irgendwie bedauernswerten, edlen
    Türken zu litten gehabt hätten und mit
    denen die Christenheit schwere Schuld
    auf sich geladen hätte – der Mann
    war nicht willens oder nicht in der Lage,
    zu sagen, dass die Armee des Sultans
    Mehmet doch schlicht kleptomanisch
    handelte.

    Naja, Islam ist Kleptokratie,
    die Kirche will im Jahrhundert
    der Islamisierung Europas,
    sprich im 21. jahrhundert,
    ein paar Münzen Diebesbeute
    einkassieren.

    Klerikales christliches, dabei
    wirklichkeitsblindes ‚Wunschdenken‘
    kritisieren etwa
    Hans-Peter RADDATZ
    („ALLAHS FRAUEN: Djihad zwischen
    Scharia und Demokratie“) sowie
    Islamkennerin
    Ayaan Hirsi Ali
    http://www.diversity-boell.de/web/integration/47_372.asp

    Man sollte das Gedicht
    WIR KLERUS-MÄNNER,
    so, wie die Legende über
    Martin Luther erzählt,
    nachts an der Kirchentür
    festnageln – wenn man
    den Kirchen überhaupt noch
    etwas Wahrhaftigkeit wünscht
    beziehungsweise etwas
    Lernfähigkeit zutraut.

    An letzterem habe ich manchmal
    Zweifel, die Pfarrer und Pastoren
    sind inzwischen oft noch etwas
    islamverliebter als es die
    Imame selbst sind!

    Den in ihre Religionen
    eingesperrten Menschen
    sollte man Echtheit und
    Erkenntnis wünschen.

    Wahrhaftigkeit und Lernfähigkeit,
    Aufrichtigkeit und Bildung wird
    mit Kritik am Scharia-Islam und
    Fiqh-Islam, an Fatwas und Hadithen
    sowie am angeblich vorbildlichen
    Leben des brutalen Feldherrn
    Mohammed einhergehen. Dazu
    brauchen wir, neben anderem,
    auch solche Gedichte.

    Jacques Auvergne

  2. Helmut Zott sagt:

    WIR KLERUS – MÄNNER

    Ein Mensch von höchstem Geistesstreben,
    ein Gottesknecht, dem Papst ergeben,
    lebt keusch, so ist es eben Brauch,
    doch Triebe hat ein Priester auch.
    Dass es im Haushalt an nichts fehle
    sorgt rastlos eine treue Seele,
    die ihn verehrt auf ihre Weise
    und Sorge trägt für Trank und Speise.
    Den Umstand kann er nicht beklagen,
    sie ist sehr fromm und füllt den Magen,
    macht täglich ihm ein Leibgericht,
    aus dem versteckt die Liebe spricht.
    Auch war das Essen nie versalzen.
    Vor Lust lässt er die Zunge schnalzen,
    denkt er nur an die Köstlichkeiten,
    die sie beliebt, ihm zu bereiten.
    Der Messwein auf dem Speisetisch
    belebt den Geist und macht ihn frisch.
    Nach dem gestillten Hungertriebe,
    vermeldet sich bei ihm die Liebe.
    Durch Wein und Pfeife froh gestimmt,
    er ungeniert sich dann benimmt
    und kann es schwerlich unterlassen,
    sie an den Hüften zu umfassen.
    Die Hände gierig vorwärts hasten,
    bis zitternd sie das Ziel ertasten.
    Erstarrt vor solchen Urgewalten,
    muss seine Köchin stille halten.
    Liebe ist für Christen Pflicht,
    demutsvoll rührt sie sich nicht.
    Doch nur der liebe Gott kann sehn,
    was da in dunkler Nacht geschehn.
    Da sie zuvor kein Mann verdorben,
    wäre als Jungfrau sie gestorben.
    Weil er die Beichte abgenommen,
    ist nichts davon ans Licht gekommen.
    Der Pfaff vergibt ihr rasch die Sünde,
    denn er weiß um die Hintergründe!
    Mit Gottes Beistand und Belieben
    ist auch ein Nachwuchs ausgeblieben.
    Himmelwärts den Blick gewandt
    hat er vor Gott die Schuld bekannt
    und freut sich, frei von Sündenqual,
    schon wieder auf das nächste Mal.
    Schön ist fürwahr der Zölibat,
    wenn man im Haus die Köchin hat.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%

  3. Helmut Zott sagt:

    WIR KLERUS-MÄNNER

    Ein Mensch besucht als Seelentröster
    im Lande alle Nonnenklöster.
    Von diesem Mönch mit Heiligenschein
    will jede Frau getröstet sein.
    Auch er genießt, um nicht zu lügen,
    die Ohrenbeichte mit Vergnügen.
    Von Heiligkeit war sie durchdrungen,
    die Nonne, die so schön gesungen
    von Liebe und von Gottes Gnade
    – für Weltlichkeit war sie zu schade.
    Weil auch der Mönch bei ihr verweilte,
    mit ihr allein die Zelle teilte,
    haben – zum Schrecken aller Nonnen –
    Zellteilungen in ihr begonnen.
    Gott teilt die Zellen, groß und klein,
    sein Name soll gepriesen sein!
    An Ohren von profanen Laien
    drang auch kein Ton von Kinderschreien.
    Die Mauern, die das Kloster schützen,
    können auch anderweitig nützen.
    Gar wunderlich sind Gottes Wege,
    besonders bei der Seelenpflege.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%%%

  4. Helmut Zott sagt:

    WIR KLERUS-MÄNNER

    Ein Mensch erbittet für die Armen,
    Gott möge sich der Not erbarmen.
    Der Herr Kaplan, von Gott bestellt,
    hat sich den Armen zugesellt,
    und also sprach er, gut genährt:
    „Es ist der Geist, den Ihr entbehrt.
    Beginnet nun ein neues Leben,
    bestrebt, das Herz zu Gott zu heben
    und seid zur Liebe stets bereit –
    das ist ein Akt der Heiligkeit!“
    Die Schäflein folgen ihm aufs Wort
    und pflanzen sich in Massen fort.
    Ein Bischof segnet diese Herde,
    die sich trotz Hungersnot vermehrte,
    und tröstet, wenn ein Lämmlein stirbt,
    dass es das Himmelreich erwirbt.
    Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
    es muss schon Geist als Aufstrich sein.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%%%%%%%%

  5. Helmut Zott sagt:

    WIR KLERUS-MÄNNER

    Ein Mensch wird nicht nur sündig später,
    er erbt auch Sünden seiner Väter,
    und selbst aus Paradieses Zeiten
    muss er am Sündenerbe leiden.
    Auch ist er schwach und sündigt eben,
    da kann die Kirche nur vergeben,
    weil sie von Gott die Macht erhalten,
    das Böse treulich zu verwalten.
    In Gottes Ohr muss man es sagen,
    wie schwer wir an den Sünden tragen,
    und der Kaplan hört gerne hin,
    wenn beichtend eine Sünderin
    ihm treu berichtet was bei Nacht,
    sie Unanständiges gemacht.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%

    WIR KLERUS-MÄNNER

    Ein Mensch, im Kirchenamt beschlagen,
    ist weltenklug und Geist getragen.
    Der Satan liebt den hohen Herrn,
    denn er wohnt auch in Pfaffen gern,
    die dann erscheinen Geist durchdrungen
    und reden mit gespaltnen Zungen.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%

  6. Helmut Zott sagt:

    WIR KLERUS-MÄNNER

    Ein Mensch, erkrankt bis auf den Tod,
    erfleht in seiner Seelennot,
    dass der Herr Pfarrer ihn begleite,
    wenn er die Todesqualen leide.
    Der tröstet ihn und gibt zu hoffen,
    dass auch für ihn der Himmel offen.
    Es werde, wenn der Tod durchlitten,
    der Weg ins Himmelreich beschritten,
    wo uns die Freundesschar begegnet,
    die schon das Zeitliche gesegnet.
    Doch starben vor ihm viele Leute,
    die zu begegnen er sich scheute.
    Der Schwiegermutter Geistgestalt
    tritt vor sein Auge – blass und kalt.
    Ein Schrecken fährt durch seine Glieder,
    und hell bewusst erwacht er wieder.
    Das aber ist der wahre Grund,
    warum er plötzlich ward gesund.
    Der Vorfall ist in aller Munde,
    und es verbreitet sich die Kunde,
    dass der Herr Pfarrer Wunder tut,
    weil Gottes Segen auf ihm ruht,
    und dass der gotterfüllte Mann,
    selbst Tote auferwecken kann.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%

  7. Helmut Zott sagt:

    „Bei unserem künftigen Vereinigungskonzil in Mekka
    werden wir Klerus – Männer unserer beider Religionen
    feierlich, ehrfürchtig und inbrünstig uns niederknien.“

    Auf christlicher Seite bildet man sich vielfach ein, den Gegensatz zwischen Christentum und Islam aufheben zu können, indem man vorgibt, „es gäbe ja nur einen Gott“, den wir als Menschen, bedingt durch unsere Beschränktheit, von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten und daher verschieden sehen, und uns nur auf unterschiedlichen Wegen ihm nähern.
    Nein, dieser eine und einzige Gott hat sich selbst den Menschen offenbart. Dem einen Teil der Menschheit hat er verkünden lassen, er habe seinen einzigen Sohn zur Errettung der Menschen auf die Erde geschickt. Dem anderen Teil der Menschheit hat der angeblich selbe Gott offenbart und mitgeteilt, dass er keinen Sohn habe und nie einen gehabt habe.
    Das kann aber aus logischen Gründen nicht derselbe Gott sein, sofern er nicht lügt oder schizophren ist. Allah ist nicht identisch mit dem Gott der Christenheit.
    Dies haben viele Kirchenväter und Heilige auch so gesehen. Nikolaus von Kues (1401-1464) schreibt im dritten Buch seiner Cribratio Alkorani:
    „Der Gott des Koran ist also nicht jener große GOTT, an den zu glauben jedes vernunftbegabte Geschöpf gehalten ist, – ist er doch der Schöpfer aller Dinge- , sondern dein (Mohammeds) eigener Gott, der durch dich das sagt, was du erfindest. Alles also, was sich als Wort Gottes im Koran findet, ist – ob wahr oder falsch – allein der Erfindung Muhammads zuzuschreiben…“
    Unmissverständlich sind auch die Worte von John Henry Newman, dem Kardinal und großen religiösen Genius des 19. Jahrhunderts:
    „Nehmen wir an, bestimmte Bischöfe und Priester unserer Tage begännen zu lehren, der Islam… sei eine direkte und unmittelbare Offenbarung von Gott, so wäre die Kirche verpflichtet, die Autorität zu gebrauchen, die Gott ihr gegeben hat, und zu erklären, dass ein solcher Satz mit dem Christentum nicht vereinbar ist, und dass die, die ihn halten, nicht zu ihr gehören“.
    Nach dieser Vorstellung wäre Johannes Paul II. nicht mehr Glied der Kirche. Sagte er doch im August 1985 vor mehr als 100 000 muslimischen Jugendlichen im Sportstadion von Casablanca:
    „ …Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt … Deshalb komme ich heute als Glaubender zu euch“.

  8. Helmut Zott sagt:

    Wenn erkannt und anerkannt werden würde, dass der Christengott nicht mit Allah identisch ist, entstünde das eigentliche Problem für die Kirche mit der Frage, wer denn Allah dann ist: Ein zweiter Gott, ein Anti-Gott, der Antichrist, ein Dämon im Gewande Gabriels oder eine Erfindung Mohammeds?
    Umgekehrt müsste natürlich auch die islamische Seite eine offene Antwort darauf geben, was die trinitarische Gottheit für sie bedeutet. „Allah hat keinen Sohn“ ist bekanntlich unumstößlich, und eine solche Behauptung Gotteslästerung.

    Würde man auf beiden Seiten die offensichtliche Unvereinbarkeit anerkennen, wäre grundsätzlich keine Gemeinsamkeit mehr gegeben, und man würde nicht mehr miteinander reden, wie Ayyub Axel Köhler unmissverständlich zu erkennen gibt:
    „Wenn ein Christ(!) sagt, wir haben ja nicht einmal den gleichen Gott, dann ist praktisch ein Ende des Dialogs für uns gekommen“.
    Der Dialog, den man so sehr anpreist und für unabdingbar hält, wird also stillschweigend unter der Voraussetzung geführt, dass die Christen anerkennen, dass sie zusammen mit den Muslimen den einzigen und den gleichen Gott anbeten.

  9. Helmut Zott sagt:

    In den Dokumenten „Nostra aetate“ und „Lumen gentium“ des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) wird unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass die Christen zusammen mit den Muslimen den einen und denselben Gott anbeten.

    1.) Hier der entscheidende Satz aus dem Dokument „Nostra aetate“ des Konzils:
    „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat“ (Art.3).

    2.) In dem Dokument „Lumen gentium“ kommt die Identität von Allah und dem Christengott in der folgenden Passage zum Ausdruck:
    „Der Heilswille umfasst aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (Kap.16).

    3.) Papst Johannes Paul II. hat in seinen öffentlichen Äußerungen die Konzilsaussagen stets bestätigt, wie das auch im folgenden Zitat aus ´Der Dialog ist heute nötiger denn je!´ von Mattias Kopp zum Ausdruck kommt: „Vor allem war es die Reise des Papstes nach Marokko (19. bis 20. August 1985), die mit seiner Rede vor mehr als 100 000 muslimischen Jugendlichen im Sportstadion von Casablanca zu einem historischen Meilenstein wurde. In Erinnerung an das Erbe der abrahamitischen Religionen betonte der Papst: ´Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt …. Deshalb komme ich heute als Glaubender zu euch´“.

    4.) In der Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Christen und Muslime in Deutschland“ vom Jahre 2003, ist zu lesen: „Christentum und Islam stellen zwei verschiedene Zugänge zu dem selben Gott dar“.

    In dem folgenschweren Irrtum, der darin besteht, dass die katholische Kirche den islamischen Allah als identisch mit dem dreieinigen Gott der Christenheit erklärt hat, liegt die tiefere Ursache für die Erkenntnisblindheit der Kirchenoberen im Allgemeinen, und das absurde Verhalten des Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch im Besonderen. Wenn sich der satanisch-böse Geist ein braunes Hemd überzieht, oder sich in das Mäntelchen einer Weltreligion einhüllt, ist offenbar das Erkenntnisvermögen der Kirche und der gesamten westlichen Welt restlos überfordert.

    Dieser Jahrtausendirrtum, und im Gefolge das Abküssen des Korans durch Papst Johannes Paul II., sowie die Fortführung dieser Linie durch Papst Benedikt XVI., bildet den geistige Boden für das heutige Versagen im Bezug auf den Islam, und stellt letztlich den Keim für den künftigen Untergang der Kirche dar. Es handelt sich nicht nur um einen Bruch mit der Tradition, sondern stellt einen Verrat, ja ein Verbrechen am christlichen Geiste dar.

    Die Muslime, die selbstverständlich nicht an diesen absurden Unsinn der Gottesidentität glauben und für die unumstößlich der Grundsatz gilt, dass Allah keinen Sohn hat, und die das fünfmal täglich im Gebet implizit zum Ausdruck bringen, begreifen diese historisch einmalige Gelegenheit als ein Geschenk Allahs, aber auch als eine Verpflichtung. Der Allmächtige gab ihnen, nach ihrer freudigen Erkenntnis, das Öl in ihren Ländern und beschenkte sie zusätzlich mit der Blindheit der Christen. Beides eröffnet ihnen heute ungeahnte Möglichkeiten des djihad, des Kampfes für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, und führt sie zur angestrebten Dominanz und schließlich zur islamischen Weltherrschaft.

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