MEIN ZEICHEN GEGEN RASSISMUS

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020        20110102        KATEGORIE: Lyrik

MEIN ZEICHEN GEGEN RASSISMUS

Wir schreiben das Jahr 2041 – ein Rückblick

~1~

In den Jahren 2001 bis 2033 brachten die Medien täglich einen Wirbelwind von fetzigen Berichten. Aber Stunde um Stunde neu lesen zu müssen, welcher Sportler mit seinem Trainer streitet und welches Kleid einer Sängerin um zwei Zentimeter verrutscht ist, machte es schwer den Überblick zu behalten. Und wenn die Medien etwa bei einem Jahreswechsel doch einmal Rück- und Ausblicke brachten, so waren das für mich nur verworrene Konglomerate. Am Ende ihrer Artikel musste ich mich an den Stuhllehnen festhalten, um nicht davonzuschweben. Ich erfasste nur selten, was sie meinten, aber einen Satz bohrte sich doch in mein Gehirn, der oft seltsam deutlich und kahl aus ihrem Geschwurbel hervorstach: „Rassisten sollte man ehestens das Wort verbieten!“

~2~

Da die Journalisten sicher viel besser informiert waren als ich und offenbar auch viele für mich undurchschaubaren Zusammenhänge gut verstehen konnten, musste ergo auch dieser Satz vollkommen richtig sein. Deshalb wollte ich 2033 ein deutliches Zeichen gegen den zunehmenden Rassismus setzen und wählte den mild lächelden Kandidaten der von den Zeitungen hochgelobten Muslim-Partei. Zufrieden ging ich damals vom Wahllokal nach Hause.

~3~

Doch schon im Treppenhaus beschlichen mich die ersten leisen Zweifel. Die wischte ich weg, es stimmt, er sprach zwar niemals von Freiheit, aber doch immerhin von Gesetz, Liebe, Güte, Moral und Ehre. Erst heute begreife ich, welches Schreckensgesetz und welche kalte Ehre er damals meinte. Ganz langsam hat er dann alle alten Gesetze meiner Vorfahren abgeschafft, auch den letzten Rest davon. Das blanke Entsetzen habe ich damals arglos gewählt.

~4~

Sogar die Sonne bescheint dieses unmögliche Geschehen nur noch leichenblass, weil sie es einfach nicht wahrhaben will. Es schweigen die Vöglein schon am frühen Tag. Wie lange wird dieses Grauen sich noch zieh´n? Ist Wald und Wiese nun auf ewig verhüllt? Ob jemals wiederkommt ein heitergelber Sommertag?

~5~

Die Adern am Hals des Kanzlers schwellen an, Gesetze, so schnaubt er, könne nur er verstehen. Ein krummer Mondsichel-Gott hätte sie sich ausgedacht. Nur er und ein paar andere weisen Muftis dürften diese auslegen. Die Hunderttausende von Büchern über Philosophie, Recht, Physik, Kosmologie, Psychologie, die meine Ahnen für mich geschrieben haben, seien ab sofort null und nichig und sie werden feierlich dem Feuer übergeben. Sie seien alle unnütz, denn es gäbe ein einziges, absolut perfektes Buch, in dem weit mehr Wissen stecke als in allen anderen zusammen.

~6~

Ich will aber kein perfektes, einzigartiges Buch, das nicht diskutierbar und nie zu ändern ist. Ich will die Bibliotheken meiner Ahnen zurück. Die haben sicher damals auch an mich gedacht und an meine Kinder als sie sich mühten, zu berichten, zu erzählen und alles aufzuschreiben, was als mehr richtig und was als weniger richtig sie vermuteten.

~7~

Sie hatten damals sicher nichts dagegen, wenn ich heute ihre Gesetze ändern oder sogar ersatzlos streichen wollte, wenn das vielleicht für meine Kinder besser wäre. Denn es sind letztlich auch ihre Kinder. Das Band, das sie mit diesen Kindern verbindet, muss sogar stärker sein als meines, da es doch um so vieles länger ist.

~8~

Aber ich habe, verleitet von den naseweisen Journalisten, bei der Wahl des Bundeskanzlers dieses lange Band durchschnitten. Nun soll auch das weiche Fleisch meiner Kinder durchschnitten werden. Die Knochen, die Balken, die das Weiche tragen, sollen wegen der angeblichen Verbrechen „Islamophobie, Beleidigung des Propheten und Verführung zur Apostasie“ zersplittert werden. Mit dem scharfen Schwert eines Kadis des mild lächelnden Muslim-Kanzlers. Ich wollte Rassismus gegen Muslime vermeiden, aber ich habe stattdessen Rassismus gegen meine Kinder betrieben.

          arouet8 – against mohammedanism+hitlerism+sheikhism

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