ZUR OFT GEFORDERTEN REFORMIERUNG DES ISLAMS – von Helmut Zott

009 Zur oft geforderten Reformierung des Islams – von Helmut Zott (Mai2013), 008 Islam und Islamismus – von Helmut Zott (Mai2013), 007 Islam und Demokratie sind unvereinbar – von Helmut Zott (Apr2013). Die Titel 006 bis 001 sind bei KATEGORIE: Verzeichn. ALLER ARTIKEL zu finden.
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009      20130529        KATEGORIE: Islam-Diktatur abwehren
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ZUR OFT GEFORDERTEN REFORMIERUNG DES ISLAMS – von Helmut Zott,  2009-11-27
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Die allseits gewünschte und oft geforderte Reformierung des Islams in Richtung westlicher Prinzipien der Demokratie und Menschenrechte ist nicht möglich ohne Verzicht und Aufgabe wesenhafter Aussagen der Scharia, die ja die Umsetzung und Ausgestaltung der im Koran und im Hadith (Sunna)  veranlagten Grundprinzipien beinhaltet.  Aus Sicht der Muslime hat der Allmächtige nicht nur den Menschen geschaffen, sondern auch schariatisch für alle Zeiten verbindlich verfügt, wie dieser leben und handeln soll,  sowohl im Alltag als auch im menschheitlichen Zusammenhang und letztlich in der geschichtlichen Gesamtentwicklung.
 
Änderung und Historisierung des Korans, wie sie immer wieder und neuerdings gefordert werden, haben den Zweifel des Menschen an der göttlichen Wahrheit zur Voraussetzung, und sind gleichbedeutend mit Kritik an Allah und Auflehnung gegen ihn. Das aber gilt bekanntlich als Gotteslästerung und todeswürdiger Abfall vom Islam.  Welch eine menschliche Vermessenheit stellt es doch in den Augen gläubiger Muslime gegenüber der Allwissenheit Allahs dar, wenn das schwache menschliche Geschöpf mit der Rationalität seines von der Allgüte und der Allmacht Allahs geschaffenen Gehirns das heilige und ewige Wort, wie es im Koran offenbart wurde, zu analysieren versucht.  Welch eine verwegene Auflehnung ist es in den Augen gläubiger Muslime gegenüber der Allmacht Allahs, wenn das schwache menschliche Geschöpf Kritik und Korrekturen am göttlich Geschaffenen anzubringen für nötig hält und etwas Eigenes dagegen zu setzen versucht,  natürlich auch in der Absicht,  letztendlich das Eigene einzusetzen und gegen Allahs Willen durchzusetzen. Hat denn Allah nicht jedem, der sich gegen ihn und seinen Gesandten auflehnt den Tod im Diesseits und ewige qualvolle Verdammnis im Jenseits angedroht? (Koran 5; 34  nach Ludwig Ullmann).
 
Man sollte auch bei der Forderung einer Relativierung und Historisierung des Korans nicht vergessen, dass dieser einen ganz anderen Stellenwert einnimmt, als etwa die Evangelien im Christentum. Der Logos, das ewige göttliche Wort, wurde ‚Buch’ im Islam, und ‚Fleisch’ in der Gestalt Jesu im Christentum. 
 
Der Koran steht also, in einer analogen Betrachtungsweise von Islam und Christentum, an der Stelle von Christus.  Mohammed ist allenfalls vergleichbar mit den zwölf Aposteln, und der Hadith mit den Evangelien oder der Apostelgeschichte.
 
Die entscheidende Frage ist, wo der Grund und der Maßstab für die menschliche Erkenntnis der Wahrheit zu finden ist, im Menschen selbst durch sein Denken, oder durch göttliche Offenbarung aus dem Jenseits. Die vermeintliche absolute Wahrheit vor Augen, und angesichts seiner tiefen Ergebenheit in den Willen Allahs und seiner festen Verbundenheit mit dessen Weisheit, aber auch die Angst vor ewiger Höllenqual im Bewusstsein, wird kaum ein gläubiger Moslem sein Seelenheil durch eine Eigenwilligkeit im Handeln und eine Eigenständigkeit im Denken aufs Spiel setzen wollen, zumal er überzeugt ist, dass die Ungläubigen, die das fordern, irregeleitet sind  und nicht in der Wahrheit leben.                                                     
Würden muslimische Verbände sich, wie wiederholt gefordert wurde, schriftlich und verbindlich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und zu den universellen Menschenrechten unter der notwendigen Preisgabe essentieller Teile der Scharia bekennen, würden sie für die Orthodoxie als vom Glauben abgefallen gelten. Ihre Funktionäre würden in letzter Konsequenz ihr Leben aufs Spiel setzen, denn jeder gläubige Moslem, der so eine Forderung verbindlich und unwiderruflich unterschreibt, zählt nach islamischer Auffassung zu den todeswürdigen Ungläubigen.
Es wird also kein gläubiger Moslem freiwillig unterschreiben, es sei denn er betreibt „taqiya“, oder er denkt an den Ausspruch Mohammeds, der da lautet: “… wenn ich einen Eid geschworen habe und ich finde später etwas Besseres, so tue ich dieses Bessere und breche meinen Eid“ (Bukhari V7 B67 N427).
 
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